Spaziergänge um den Oberen See werden gelegentlich zum „Ekel – Trip“

Zur Zeit gibt es auf den beiden Böblinger Seen eine sehr große Anzahl von Federtieren, die im Augenblick jede Menge Nachwuchs gezeugt haben. Gefühlt waren das bisher noch nie so viele Tiere.
Sie werden von netten Menschen gefüttert, eine Folge davon ist, dass sämtliche Fußwege, zumindest um den Oberen See derart mit Kot der Tiere verunreinigt sind, dass Spaziergänge gelegentlich zum Ekel – Trip werden.
Was also kann getan werden? Sollen diese Missstände einfach ertragen werden. Kann die Stadt etwas dagegen tun? Soll Tierliebe dazu führen, dass Spaziergänger den Oberen See meiden? Es ist zu hoffen, dass dieser Umstand sich sehr bald erledigt.

Ist es sinnvoll, das Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr wieder aufzuheben?

Das Gesetz war nur Kosmetik“

Umfrage: Ist es sinnvoll, das Verkaufsverbot von Alkohol nach 22 Uhr wieder aufzuheben? VON FABIAN ZIMMERMANN

BÖBLINGEN. Die neue grün-schwarze Landesregierung möchte das Alkoholverkaufsverbot nach 22 Uhr wieder kippen. Stellt sich die Frage, ob dieses Verbot überhaupt effektiv war. Die KREISZEITUNG hat sich unter Böblinger Passanten umgehört. Seit gut sechs Jahren galt in Baden-Württemberg: Wer sich nach 22 Uhr auf den Weg zu Tankstellen, Supermärkten oder Kiosken gemacht hat, um dort Alkohol zu kaufen, kam mit leeren Händen wieder heraus. Der Verkauf von Alkohol war von diesem Zeitpunkt an verboten. Nicht allerdings in Gaststätten oder Kneipen: Hier gab es freilich auch noch nach 22 Uhr Hochprozentiges. Nun sollen Bier, Wein und Schnaps wieder rund um die Uhr verkäuflich sein, wofür sich vor allem die Grünen stark gemacht hatten.

Kommentar:

Wie überall ist es auch hier. Man ist in den Umfragen sehr unterschiedlicher Auffassung. Das liegt schon an der eigenartigen Fragestellung. Man hat gefragt, ob das Gesetzt überhaupt effektiv war und dazu eine Umfrage gemacht. Niemand aber hat überhaupt untersucht, ob das Gesetz effektiv war. Wie also soll und kann das Gesetz bewertet werden, wenn es nicht einmal begleitet wurde. Um ordentliche Ergebnisse zu erzielen muss die Effektivität des Gesetzes wissenschaftlich untersucht werden. Erst dann sollte man darüber nachdenken, das Gesetz zu kippen oder es zu belassen, ggf. auch zu verschärfen.

Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Böblingen als Zukunftsaufgabe

Im  Amtsblatt vom 20.5.1016 wird der Wirtschaftstandort Böblingen analysiert.

Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Böblingen als Zukunftsaufgabe

Der folgende Absatz  des Amtsblattartikels ist wohl die Kernaussage zum Wirtschaftsstandort Böblingen.

Die Stadt Böblingen muss sich als hervorragender Standort für produktive, expandierende und innovative Unternehmen weiterentwickeln, um den Nachfragen und Anforderungen einer modernen Wirtschaft entsprechen zu können. Nur so bleiben wir für solche Unternehmen auch in Zukunft ein attraktiver Standort! Masterplan Hulb weist den Weg. Die Umsetzung des Masterplans Hulb soll der Erreichung dieses Ziels dienen.  Auf Basis einer Analyse wurde ein Masterplan erarbeitet, der nun in Schritten umgesetzt werden soll. Bei  diesem als Prozess angelegten Vorhaben sind dabei im partnerschaftlichen Miteinander sowohl die Verwaltung, die Politik, die ortsansässigen Unternehmen als auch die Eigentümer der im Gebiet befindlichen Immobilien gefordert. Nur gemeinsam lässt sich  diese Zukunftsaufgabe mit Erfolg für Böblingen meistern.

Kommentar:

Die Einlassungen sind sicher alle richtig. Dennoch stellen sich zur Zukunft Fragen. Die Ansiedlung weiterer Industrie, also über den Erhalt des Bestehenden hinaus, fordert natürlich gewaltige Anpassungen der Infrastruktur und weitere Ansiedlung von Arbeitskräften. Sofort stellt sich die Frage nach Wohnbauland. Wie man weiß existiert im Augenblick auch noch so etwas wie eine „Stadtflucht“. Immer mehr Menschen wollen aus den verschiedensten Gründen vom Land in die Städte ziehen. Davon ist Böblingen stark betroffen. Nun ist gewaltige Fantasie gefragt, denn Baugebiete und Industriegebiete sind kaum noch vorhanden. Nun wird auch noch ein großes Stück Industriegebiet für ein Krankenaus, dass auch an anderer Stelle stehen könnte, abgegeben. Man darf gespannt sein.

Einspeisung von Bodenseewasser wäre überflüssig

Der heutige Leserbriefschreiber in der Kreiszeitung beschäftigt sich mit unserem Trinkwasser.

Einspeisung von Bodenseewasser wäre überflüssig
Zum Thema „Ammertal-Schönbuchgruppe“.
Wenn alle Mitglieder der Ammertal-Schönbuchgruppe verantwortungsbewusst mit dem Trinkwasser
umgehen würden, könnte man auf die Einspeisung von Bodenseewasser verzichten.
Rolf H. Krauß, Rottweil

Kurzkommentar:
Da hat er wohl recht, wenn man allerlei Begründungen außer Acht lassen würde. Z.B. haben sich etliche Gemeinden aus der Region schon in Urzeiten zum Zweckverband
„Ammertal- Schönbuchgruppe“zusammengeschlossen. Aus gutem Grund. Wasser ist Leben, ohne Wasser kein Leben. Der Vertrag ist so geschlossen, dass eine Veränderung nur einstimmig erfolgen kann. Die Aufbereitung des Ammertal-Schönbuchwassers ist um einiges teurer, als die Aufbereitung des Bodenseewassers. Das Wasser wird in Teilen gemischt. Das ist auch gut so. Zwei Abnahmestellen sorgen wir Sicherheit im Wasserverbund. Es können immer Unzulänglichkeiten auftreten, z.B. Erdhebungen, Terroranschläge, oder anderes. Dann darf man sich glücklich schätzen, noch andere Quellen zu haben. In diesem Fall darf auf keinen Fall nur der wirtschaftliche Aspekt zählen.

 

 

Das Klinikkum „Flugfeld“ in trockenen Tüchern? Ganz ohne Beteiligung der Bevölkerung

Über den Standort eines evtl. neuen Klinikums auf dem Flugfeld müssen die Bürger entscheiden dürfen.
Die Medien berichten immer wieder über das neue Klinikum auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen.
Bei Gesundheitskonferenzen und ähnlichen Veranstaltungen wirbt man  bei den Anwesenden um Zustimmung zu einem gemeinsamen Klinikum Böblingen/Sindelfingen auf dem Flugfeld. Federführend in Sachen neues Klinikum ist der Landkreis..

Bedenken gegen einen Klinikneubau sollen hier nicht zur Sprache kommen. Es gibt Bedenken  gegen den avisierten Standort auf dem Flugfeld. Ein für Handel und Gewerbe vorgesehenes Gelände auf dem Flugfeld soll nach dem Urteil hoch geschätzter Gutachter und Kommunalpolitiker, nun einem riesigen, neuen Klinikum weichen.Kliniken werden Land auf und Land ab, finanziell bezuschusst. Dieser Zuschuss kommt vom Steuerzahler, was letztlich ja auch in Ordnung sein mag.

Der Hauptanteil der Steuereinnahmen in einer Stadt werden im Handel und Gewerbe verdient. Gutachter wohnen nicht hier, sie nehmen aber den größten Einfluss auf die Standortfrage. Von ihnen hört man im Zweifelsfall nie wieder was. Über die Motive der Kreispolitiker, sich für den Standort Flugfeld auszusprechen, soll hier nicht spekuliert werden. Es muss aber angemerkt sein: Böblingen verfügt außer im Flugfeld, kaum noch über ein bebaubares Industriegebiet. Für einige Landkreispolitiker scheint der Standort „Böblingen–Flugfeld“ alternativlos, um in einer  „neuschwäbischen“ Argumentation zu bleiben. Die Böblinger Bürger sind zunächst in der Standortfrage gefordert. Sie sollten darüber befinden, ob das Flugfeld, wie in der Konzeption vorgesehen, für die kapitalbringende Industrie vorbehalten bleibt.
Ein Klinikum darf durchaus auf dem zweitbesten Standort erstellt werden. Erste Priorität hat sicherlich die Qualität eines Krankenhauses und die ist zweifelsfrei nicht in erster Linie vom Standort abhängig. Die Bevölkerungsteile, die sich im Flugfeld angesiedelt haben, konnten vorher  nicht wissen, dass hier ein Klinikum hin soll. Wollen sie jetzt ohne Not mit Signal dröhnenden Krankenwagen, enormem Verkehrsaufkommen, Hubschrauberrotoren leben? Das lässt sich keineswegs vermeiden.Wenn ja, dann soll der Standort  Flugfeld akzeptiert werden. Ein Klinikum kann nur bestehen, wenn das Geld dafür auch verdient werden kann. Über die Kreisumlage ist Böblingen dann sicher gerne dabei.

 

Leserbrief zur neuen Brücke am „Langen See“ im Flugfeld.

Heute ist die neue Brücke „Harfenbrücke“ mal wieder Thema im Leserbrief der Kreiszeitung. Man regt sich darüber auf. Zu teuer, nicht nötig, wer wohl darüber gehen oder fahren wird.  Man solle das Geld lieber für die Bepflanzung des Ufers ausgeben.

Merkwürdig sind diese Argumente. Die Brücke steht bereits. Abgebaut wird sie bestimmt nicht. Sie ist ein absoluter „Hingucker“, eine Bereicherung für das Flugfeld, für die Städte Böblingen und Sindelfingen.
Sie verbindet das Industriegebiet im Norden mit der Wohnansiedlung im Süden des Langen Sees. So einfach ist das.